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Der Turm der Griechen

Neapel. Montag. Punkt acht Uhr dreißig. Zwei dunkle Limousinen rollen langsam durch das eiserne Tor des Friedhofs Sankt Marien zu den Tränen, hoch über der Stadt am Vesuv. Der Totengräber ahnt zu Recht, von der Erfahrung vieler Jahre belehrt, dass diese Besucher nicht nur voll Schmerz, sondern auch mit Hoffnung kommen. Wer sind die respektablen Herren, die sich hier geheim wie Verschwörer treffen? Worüber unterhalten sie sich, während sie Arm in Arm bedächtig zwischen Denkmälern, Totenhäuschen und Gräberwänden schreiten? Und was verbindet sie mit jenen, die zur selben Stunde am Anfang der Woche in Mailand und Rom den Kampf um die Macht aufnehmen?

H.J. Fischer erzählt in seinem spannenden Roman von dem größten aller möglichen Spiele – dem Spiel um Macht, Geld und Einfluss. Von der ungeheuren Kraft der Verführung wie von den gefährlichen Verstrickungen der Ehrgeizigen bis in die höchsten Kreise von Politik, Wirtschaft und Medien. Ohne erhobenen Zeigefinger, mit dem Wissen des Insiders, gewährt uns der Autor Einblicke hinter die Kulissen, Aufklärung über jene dunkle Zeit, die in Italien als die „Jahre des Schlamms“ in die Geschichte eingegangen sind, in der das Land an den Rand des Abgrunds geriet.