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Das Lachen der Wölfin

An einem Herbstabend kommt im Palazzo Colonna in Rom eine »schwarze Gesellschaft« zusammen. Die Cardines Urbis et Orbis, die Adligen Roms, streiten noch nach eineinhalb Jahrhunderten um einen politischen Mord. Kurz nach Mitternacht wird auf dem Petersplatz – genau auf der Grenze zwischen Rom und dem der Vatikanstaat – der französische Erzbischof François Mondedieu, »Außenminister« des Papstes, tot aufgefunden. Etwa zur gleichen Zeit wird in New York aus dem East River die Leiche Miro Caldonas geborgen, des Präsidenten der Banca Cattolica Romana. Diese drei mysteriösen Fälle treiben das Geschehen voran: das historische Attentat vom 15. November 1848 auf Pellegrino Rossi, den Ministerpräsidenten von Papst Pius IX., und die seltsame Spiegelung dieses Mordes in der römischen Gesellschaft heute; der Tod eines Erzbischofs im Vatikan, der hin und her gerissen war zwischen Kirche und Welt; und jener eines italienischen Bankiers, der sich zu eifrig um die kirchlichen Finanzen kümmerte. Ein deutscher Historiker-Journalist und eine israelische Diplomatin-Geheimagentin, ein Monsignore und ein (lebender) Erzbischof aus dem Vatikan, ein italienischer Sonder-Kommissar und eine römische Principessa sind die Handelnden, denen es um die Aufklärung der vermuteten drei Morde geht, doch zugleich immer um mehr, um die Geheimnisse des Vatikans, das Verhältnis zwischen Christen, Muslimen und Juden oder darum, in den Kosmos und die Geschichte Roms einzudringen.

Heinz-Joachim Fischer sucht das Geheimnis der Ewigen Stadt zu beschreiben, in einem theologischen, ebenso geist- wie spannungsreichen Roman. Mit sicherem Wissen und fesselndem Stil erzählt er von Verbrechen und Passionen, von Korruption und Skandalen, von Macht und Liebe, mit soghafter Wirkung. Seine animierenden Exkursionen in die europäische Kultur- und Geistesgeschichte sind voller Esprit.

«[...] Lesevergnügen auf hohem Niveau – eine Rarität.» (Die Welt)

Mit bescheidenem Stolz darf ich erwähnen, dass kein Geringerer als der heutige Papst Benedikt XVI. diesen Roman einige Zeit als Abendlektüre las, wie er selbst uns berichtete, damals als Joseph Ratzinger noch Kardinal-Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation war…

Die erste Auflage dieses Romans erschien unter dem Titel, „Das Lachen der Wölfin“, 1993, als Taschenbuch dann im Jahre 1995, eine Neuausgabe 2008 unter dem Titel, "Mistero".